Pressemitteilung

Konrad-Zuse-Medaille 2016 geht an Prof. Dr.-Ing. Joaquin Diaz

Wiesbaden/Berlin. Prof. Dr.-Ing. Joaquin Diaz, Vorstandsmitglied der Ingenieurkammer Hessen (IngKH), wird heute mit der Konrad-Zuse-Medaille ausgezeichnet. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zeichnet damit Persönlichkeiten aus, die sich auf dem Gebiet der Informatik im Bauwesen in besonderer Weise verdient gemacht haben.

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes würdigt damit besonders die Arbeit von Prof. Diaz im Bereich der modellbasierten Projektkommunikation und der Fortentwicklung des GAEB-Standards. 

„Bei seinen wegweisenden Arbeiten über die Weiterentwicklung der Verfahren zur Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung von Bauleistungen und ihre praktische Umsetzung durch vernetzten digitalen Datenaustausch verbindet er in vorbildlicher Weise grundlagenorientierte Forschung mit praxisrelevanten Anwendungen für eine nachhaltige Entwicklung im Bauwesen“, sagte Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Udo F. Meißner, Präsident der Ingenieurkammer Hessen anlässlich der feierlichen Auszeichnung. 

Prof. Dr.-Ing. Joaquin Diaz habe in den vergangenen Jahren mit seinen wegweisenden Arbeiten zur Bauinformatik prägenden Einfluss auf dieses Gebiet genommen. Auch seine wissenschaftlichen Anregungen auf dem Gebiet des Building Information Modeling (BIM) fanden ein breites Echo, insbesondere bei der Gründung der Plattform Planen-Bauen 4.0. Dieser objektorientierte Ansatz der durchgängigen Digitalisierung und Vernetzung von planungs- und ausführungsrelevanten Bauwerksmodellen und der Neugestaltung zugehöriger Bauprozesse birgt ein erhebliches Innovationspotential in der Wertschöpfungskette des Bauwesens, so Meißner.

Die Begründung des Konrad-Zuse-Kuratoriums im ZDB lautet wie folgt: „Er verfügt über eine hohe wissenschaftliche Qualifikation in Bezug auf die Bauinformatik, ein besonders großes berufspolitisches Engagement sowie eine hohe Reputation bei der Einführung innovativer IT-Themen in die Baupraxis. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten bei der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse der Bauinformatik für die Praxis sowie die Durchführung von innovativen Projekten sind dafür ausschlaggebend, dass er bei Wissenschaft und Baupraxis ein sehr hohes Ansehen genießt und ein gefragter Ratgeber ist.“
Ziel der Auszeichnung ist es, die Verdienste von Konrad Zuse zu bewahren und andererseits die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien im Bauwesen aktuell zu fördern.
Die Auszeichnung erfolgt heute im Rahmen des 9. Deutschen Obermeistertages in Berlin.

Hintergrund:

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) ist eine Organisation der baugewerblichen Unternehmen in Deutschland mit Sitz in Berlin. Der ZDB wurde 1899 als Deutscher Arbeitgeberbund für das Baugewerbe gegründet. ZDB stiftete im Jahre 1981 zu Ehren von Konrad Zuse die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik im Bauwesen. Im selben Jahr wurde sie Konrad Zuse selbst für seine Verdienste als Erfinder verliehen. Zuse (1910-1995) war ein deutscher Bauingenieur, mit seiner Entwicklung der „Z3“ im Jahre 1941 baute Zuse den ersten vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierbaren Rechner und somit den ersten Computer der Welt.

Die Konrad-Zuse-Medaille gehört zu den höchsten Auszeichnungen des deutschen Baugewerbes im Bereich der Informatik im Bauwesen.