Versorgungswerk

Die Ingenieurkammer Hessen war seit Gründung der Kammer bemüht, für ihre Mitglieder ein berufsständisches Versorgungswerk zu schaffen. Die berufsständische Versorgung sollte einerseits den Kammermitgliedern ein Versorgungspaket zur Verfügung zu stellen, das einen effektiven Versorgungsschutz für die wesentlichen Wechselfälle des Lebens beinhaltet. Gleichzeitig sollte durch einen eigenen unabhängigen Versorgungsträger allein für Kammermitglieder der besonderen Verantwortung, die der Berufsstand im Rahmen seiner Gemeinwohlfunktion für die Gesellschaft hat und die in der Verkammerung des Berufes zum Ausdruck kommt, entsprochen werden.

Nachdem sich der Berufsstand im Rahmen einer Abstimmung mehrheitlich für eine kollektive berufsständische Versorgung ausgesprochen hatte, konnte für diese Idee im politischen Raum eine Mehrheit gefunden werden. Nach einer Änderung des Ingenieurkammergesetzes konnte im Jahr 2003 die berufsständische Versorgung durch einen staatsvertraglichen Anschluss an die Versorgungskammer in Bayern realisiert werden, der mittlerweile zahlreiche andere Länderingenieurkammern angehören.

Ihre Vorteile sind

  • kapitalgedecktes Finanzierungssystem für die Altersvorsorge, Berufsunfähigkeitsabsicherung und Hinterbliebenenversorgung
  • Beschränkung auf den Kreis der Kammermitglieder (sofern die Altersgrenze von 45 nicht überschritten ist)
  • steuerliche Berücksichtigung der geleisteten Beiträge nach dem Alterseinkünftegesetz
  • Möglichkeit zur Erhöhung der Versorgung durch freiwillige Mehrzahlung
  • niedrige Verwaltungskosten durch Wegfall von Aquisitionskosten und Vermittler- bzw. Abschlussprovisionen sowie durch zurückhaltende Werbe- und Marketingmaßnahmen, d.h. es verbleibt mehr für die versicherten Mitglieder
  • kein Abfluss von Kapitalerträgen, z.B. in Form von Dividenden an Dritte, da keine sonstigen Kapitalseigner (z.B. Aktionäre) vorhanden
  • Möglichkeit zur Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Möglichkeit zu Beitragsermäßigung und Beitragsbefreiung
  • berufsständische Mitbestimmung (Selbstverwaltung)
  • öffentlich-rechtliche Organisationsform

= sicheres und zukunftsfähiges Versorgungssystem

Die Mitgliedschaft im Versorgungswerk entsteht zeitgleich mit der Mitgliedschaft in der Ingenieurkammer Hessen. Die „Anmeldung beim Versorgungswerk“ erfolgt automatisch durch entsprechende Mitteilung der Ingenieurkammer Hessen an das Versorgungswerk nach dem Abschluss des Aufnahmeverfahrens.

Für Beratende Ingenieure ist die Mitgliedschaft im Versorgungswerk obligatorisch.

Freiwillige Kammermitglieder hingegen können sich, falls sie kein Interesse an der berufsständischen Versorgung haben, von der Mitgliedschaft im Versorgungswerk auf schriftlichen Antrag befreien lassen, insbesondere wenn sie im Angestelltenverhältnis der gesetzlichen Rentenversicherung angehören müssen.

Personen, die der Kammer erst nach Vollendung des 45. Lebensjahres beigetreten sind, können nach derzeitiger Rechtslage nicht mehr Mitglied im Versorgungswerk werden.

Weitere Einzelheiten und Zugangsmodalitäten erfragen Sie bitte direkt in der Geschäftstelle der Ingenieurversorgung:

Bayerische Ingenieurversorgung-Bau
mit Psychotherapeutenversorgung

Postanschrift:
Postfach 81 02 06, 81901 München

Verwaltungsgebäude:
Arabellastraße 31, München-Bogenhausen

Telefon: (089) 9235-8770
Telefax: (089) 9235-7040
E-Mail: bingv@versorgungskammer.de