Schülerwettbewerb 2014/15 - Motto: Weitblick

Zum achten Mal rief die Ingenieurkammer Hessen (IngKH) zu ihrem Schülerwettbewerb für Ingenieurtalente auf.

Die Wettbewerbsaufgabe lautete - Bau eines AUSSICHTSTURMS!

Rund 650 Schülerinnen und Schüler aus Schulen in ganz Hessen kamen dem Aufruf nach und reichten 248 Modelltürme ein. Damit wurde ein neuer Rekord aufgestellt: So viele Wettbewerbsmodelle wie diesmal wurden noch nie abgegeben. 

Am 21. April 2015 fand die Preisverleihung in der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) statt. Sieger in der Kategorie I (bis 8. Klasse) waren Jessica Bez und Lukas Zimmermann von der Heinrich-Böll-Schule in Rodgau. Die Gewinner der Kategorie II (bis 13. Klasse) kamen aus der 10. Klasse der Mittelpunktschule Sachsenhausen in Waldeck: Dario Fischbach, Fabien Plattner und Justus Krane bauten das überzeugendste Turmmodell in ihrer Alterskategorie. Sie sowie die jeweils 2. und 3. Platzierten nehmen nun auch am Bundesentscheid aller acht Kammern teil. Am 12. Juni 2015 werden die Bundessieger in Berlin verkündet. 

Gewinner und der Sondermodell-Preisträger der Ingenieurkammer Hessen beim Wettbewerb WEITBLICK 2014/15 im Überblick.

Historie von Aussichtstürmen
Türme faszinieren die Menschen schon seit Jahrhunderten. Durch ihre enorme Höhe, die im Laufe der Zeit aufgrund herausragender Ingenieurleistungen stetig zunahm, wurden Türme zu Sinnbildern und Wahrzeichen.
Die Vielzahl der verschiedenen Türme und ihrer Funktionen reicht von Kirch-, Rathaus- und Aussichtstürmen über Funk-, Fernseh- und Leuchttürme bis hin zu Kühl- und Wassertürmen, Hochspannungsmasten und Windrädern sowie Wolkenkratzern, die als Wohn- oder Bürogebäude genutzt werden.

Aussichtstürme haben eine ebenso lange Tradition. Während sie heute der Freizeit dienen und in malerischer Umgebung gebaut werden, benutzten die Menschen sie früher vorrangig als Wachturm, um vor näher-kommenden Feinden zu warnen. 
Natürlich gibt es auch heute noch vielseitige Verwendungsformen, um zum Beispiel eine Übersicht bei Waldbränden zu erhalten, aber in der Regel dienen Aussichtstürme dem Vergnügen. 
So werden wegen der weiten Sicht oftmals Restaurants integriert oder aber ein Fernsehturm mit einer Aussichtsplattform versehen. Alles „dreht“ sich im wahrsten Sinne darum, die schöne Aussicht zu genießen, denn die meisten Aussichts-plattformen reichen einmal um den Turm herum. Dadurch hat jeder Besucher die Gelegenheit, sich einen Rundumblick zu verschaffen.

Wettbewerbsaufgabe
Planungsaufgabe ist der Entwurf eines Aussichtsturmes und der Bau als 80 cm hohes Modell. Dabei ist ab einer Höhe von 70 cm eine beliebig gestaltete Aussichtsplattform vorzusehen, die mindestens einen 1kg-Beutel Sand tragen können muss. Die Grundfläche des Turmes ist im Bereich der Bodenplatte auf maximal 15 x 15 cm zu begrenzen. Abspannungen sind auch darüber hinaus möglich. Die Anzahl der Auflagerpunkte des Aussichtsturmes auf einer quadratischen Bodenplatte mit 25 cm Kantenlänge ist frei wählbar. Die Tragkonstruktion kann auf der Bodenplatte fest verankert sein. 
Als Baumaterialien sind ausschließlich Papier, Holz- oder Kunststoffstäbchen (max. Durchmesser bzw. Kantenlänge 7mm, Länge beliebig), Kleber, Schnur und Stecknadeln zu verwenden. 
Zugelassen sind Einzel- und Gruppenarbeiten von Schülerinnen und Schülern aller allgemein- und berufsbildenden Schulen. Näheres regelt eine FAQ-Liste