Hessische Bauordnung (HBO)

Die Hessische Bauordnung (HBO) vom 18. Juni 2002 ist am 1. Oktober 2002 in Kraft getreten und wurde zum 3. Dezember 2010 novelliert.

Mit den Handlungsempfehlungen (HE-HBO) werden Erläuterungen und Hinweise zu wesentlichen Fragen der neuen Bauordnung gegeben. Sie sollen die Bauaufsichtsbehörden, Gemeinden und am Bau Beteiligten bei Rechtsvollzug und Planung unterstützen und entlasten und zu einer einheitlichen Beurteilungs- und Handlungslinie beitragen. Die Nummerierung der Hinweise entspricht dem jeweiligen Paragrafen (erste Ziffer), dem Absatz (zweite Ziffer), dem Satz (dritte Ziffer) und der Nummerierung innerhalb eines Satzes (vierte Ziffer) des Gesetzestextes.

Im Anhang 3 der HE-HBO ist eine Checkliste zur wiederkehrenden bauaufsichtlichen Sicherheitsüberprüfung von Sonderbauten aufgenommen. Diese erleichtert den Bauaufsichtsbehörden und Gebäudeeigentümer/innen die wiederkehrende Kontrollen des vorbeugenden Brandschutzes und der Standsicherheit bei bestehenden Gebäuden.

Die aktuellen Fassungen der Hessischen Bauordnung sowie der Handlungsempfehlung zur Hessischen Bauordnung mit ihren 3 Anhängen finden Sie auf der Internetseite des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) www.wirtschaft.hessen.de unter Landesentwicklung/Bauen und Wohnen/Baurecht/Bauordnungsrecht/Hessische Bauordnung oder direkt hier zum Download.

Bauvorlagenerlass

Der Bauvorlagenerlass regelt die amtlich eingeführten Vordrucke für das bauaufsichtliche Verfahren.

Der Bauvorlagenerlass vom 02. August 2012 wurde an die Neufassung der Hessischen Bauordnung vom 15. Januar 2011 angepasst und ist zum 01. September 2012 in Kraft getreten. Neu im Bauvorlagenerlass sind insbesondere Informationen zum Baustellenlärm und ein Anhang zu Nr. 2 -  Liegenschaftsplan der Anlage 2, der die Zeichen und Farben für die Bauvorlage vorgibt.

Technische Baubestimmungen

Die Liste der Technischen Baubestimmungen enthält technische Regeln für die Planung, Bemessung und Konstruktion baulicher Anlagen und ihrer Teile. Sie dienen der Gefahrenabwehr im Sinne der Bauordnung und sind von den Bauaufsichtsbehörden, den Bauherrschaften und allen am Bau Beteiligten zu beachten und einzuhalten. Die Liste der Technischen Baubestimmungen und weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des HMWEVL.

Ordnungswidrigkeiten im Bauordnungsrecht

Auf der Grundlage des § 80 Abs. 11 der Hessischen Bauordnung (HBO) vom 15. Januar 2011 (GVBl. I S. 46, 180), zuletzt geändert durch Gesetz vom 13. Dezember 2012 (GVBl. S 622), und der auf ihrer Grundlage erlassenen Rechtsvorschriften wird nachstehender Bußgelderlass nebst Anlagen, der nach der Evaluierung überarbeitet wurde, neu bekannt gegeben. Der bisherige Bußgelderlass vom 14. Januar 2008 und die Anlagen (Bußgeldkatalog, Bußgeldtabellen, Ablaufdiagramm) sind im Wege der Erlassbereinigung untergegangen.

Bußgeldkatalog 2014

Universales barrierefreies Bauen

Neben Barrierefreiheit geht es beim Universalen Bauen vor allem um Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Nutzerneutralität. Denn Bauen für alle Menschen - unabhängig von Alter, der jeweiligen Lebenssituation und körperlichen Konstitution - ist eine Voraussetzung dafür, dass möglichst viele Menschen ein selbstständiges und würdevolles Leben führen können und trägt zudem auch zur Wertsteigerung eines Hauses oder einer Wohnung bei.

Für ältere Menschen ist Barrierefreiheit in der Wohnung und im Lebensumfeld eine unabdingbare Voraussetzungen, um möglichst lange unabhängig und selbstständig das tägliche Leben meistern zu können, denn oftmals besitzen sie keine Familienangehörige, die ihnen bei den vielen kleinen Dingen des Alltages zur Seite stehen könnten. Für Menschen mit Behinderungen erhöht Barrierefreiheit die Chancengleichheit, eröffnet neue Beschäftigungschancen und stärkt die Wahrnehmung der Grundrechte von Menschen mit Behinderungen auf den gleichberechtigten Zugang zu sozialen und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Ein Mensch ist erst dann behindert, wenn Eigenschaften oder körperlichen Besonderheiten auf ungünstige bauliche Faktoren (Barrieren) treffen. Das Universale Bauen soll dazu beitragen, dass bauliche Barrieren erst gar nicht entstehen.

- „Universales barrierefreies Bauen“ (Juni 2014) des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) Broschüre

- DIN 18040 - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentliche Gebäude und Teil 2: Wohnungen, Anhang zur Broschüre „Universales barrierefreies Bauen“ (Juli 2014) des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) Anhang zur Broschüre Universales Barrierefreies Bauen 

- „Barrierefreiheit bei bestehenden Gebäuden“ (Juli 2014) des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) Flyer

Weitere Informationen unter diesen Links:

Weitere Hinweise

Sonderbauten, Feuerungsverordnung
In der Bauordnung sind im Wesentlichen die baulichen Anforderungen an Wohngebäude und Gebäude festgelegt, bei denen keine größeren Gefahren durch Nutzung oder Betrieb zu erwarten sind. Für bauliche Anlagen besonderer Art oder Nutzung (Sonderbauten) sind spezielle Anforderungen in Sonderbauvorschriften geregelt. Verordnungen gelten unmittelbar, Richtlinien, einschließlich der als Richtlinie bekanntgemachten Musterverordnungen der ARGEBAU, sind im Rahmen der Baugenehmigung oder durch gesonderte Anordnung umzusetzen.

Vorschriften zu den jeweiligen Themenbereichen:
(Sonderbauten - Altenpflegeeinrichtungen; Beherbergungsstätten; Feuerungsanlagen und Brennstofflagerung; Fliegende Bauten; Garagen; Hochhäuser; Industriebau; Kindertageseinrichtungen; Schulbau; Verkaufsstätten; Versammlungsstätten)

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