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Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) veröffentlicht Stellungnahme

 „Wohnungsneubau langfristig denken – Für mehr Umweltschutz und Lebensqualität in den Städten“.

Der SRU will damit die politische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf die ökologischen Anforderungen des Wohnungsneubaus lenken. Damit soll zu einer ökologischen Ausgestaltung des Wohnungsneubaus beigetragen werden. Der Wohnungsneubau beeinflusst den zukünftigen Umweltschutz und auch die Lebensqualität in den Städten.

Kernaussagen/Kernthesen der Stellungnahme sind:

•    Die städtebauliche Entwicklung sollte vorrangig durch Maßnahmen der Innenentwicklung erfolgen -  bauliche Nachverdichtung.

•    Flächensparende Wohnungsbaukonzepte mit multifunktionaler Nutzung und innovativen Wohnformen sollten zukünftig hohe Bedeutung entfalten.

•    Umweltfreundliche Baustoffe sollen breitere Verwendung finden. Dies soll durch Instru-mente wie bspw. dem digitalen Gebäudeausweis gestärkt und gefördert werden. Der digitale Gebäudeausweis gibt Auskunft über Einsatz und umweltbezogene Qualitäten der Baustoffe und Produkte.

•    Innerstädtische Freiräume wie insbesondere Grünräume und Gewässer, beeinflussen die Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung in besonderer Weise und sind essentiell für die Anpassung an den Klimawandel. Vor allem bei kompakten und dichter werdenden Städten ist es zwingend erforderlich diese Funktionen zu erhalten und auszubauen.

•    Zukünftige Planungsprozesse sollten die sozial ungleiche Verteilung von Umweltbelastungen und -ressourcen stärker berücksichtigen.

•    Die Verkehrswende macht einen Paradigmenwechsel im Bereich Mobilität erforderlich. Hier muss die Mobilität neu gedacht und entsprechend entwickelt werden.

•    Die Neuausweisung von Baugebieten sollte durch einen bundesweiten Handel mit Flächenzerti¬fikaten gelenkt werden, um die Flächenversiegelung gemäß den Zielen der Nachhaltigkeitsstrategie auf unter 30 ha pro Tag zu reduzieren.

Link zur Stellungnahme des SRU