29.09.2026
Die Bundesingenieurkammer (BIngK) hat am 29. September 2026 Stellung zum Entwurf des neuen europäischen Public Procurement Act genommen.
Ziel der Reform ist eine Neuausrichtung des europäischen Vergaberechts.
Die BIngK begrüßt dabei grundsätzlich Ansätze zur Digitalisierung, Entbürokratisierung und zur Erleichterung des Zugangs kleiner und mittlerer Unternehmen zu öffentlichen Aufträgen. Zugleich sieht sie insbesondere mit Blick auf die mittelständisch geprägte Ingenieur- und Planungswirtschaft weiteren Anpassungsbedarf.
Kritisch bewertet die Bundesingenieurkammer die geplante Ablösung der bisherigen EU-Vergaberichtlinien durch eine unmittelbar geltende EU-Verordnung. Aus Sicht der BIngK müssen den Mitgliedstaaten weiterhin ausreichende Spielräume erhalten bleiben, um nationale Besonderheiten der Bau-, Planungs- und Vergabepraxis berücksichtigen zu können.
Ein zentrales Anliegen ist die Stärkung kleiner und mittlerer Planungsbüros. Die BIngK spricht sich deshalb für eine konsequente Fach- und Teillosvergabe sowie für die Absicherung unabhängiger Planungsleistungen aus. Planung und Ausführung sollten weiterhin getrennt beauftragt werden können.
Die vollständige Stellungnahme wurde dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zur weiteren Einbringung in das europäische Gesetzgebungsverfahren übermittelt.
Weitere Informationen und die
vollständige Stellungnahme:
Stellungnahme der Bundesingenieurkammer für mittelstandsfreundliche Reform des EU-Vergaberechts (Stand: 29. September 2026)
Quelle: BIngK